Vereinsportrait

 

Am 28. August 1921 erlebte die in Scharen auf das Oltner Gheid gepilgerte Bevölkerung von Olten das erste auf diesem Flugplatz durchgeführte Flugmeeting. Organisiert von der Offiziersgesellschaft Olten und unter der Leitung der ersten Oltner Flieger Max Cartier und Eugen Dietschi, erlebten die Zuschauer glanzvolle Höhepunkte der sich damals entwickelnden Fliegerei.

 

Man schrieb das Jahr 1931, als sich eine ehemals vom Wildwassersport begeisterte Gruppe des Faltbootklubs Mittelland entschloss, ihre Aktivitäten mangels Begeisterung in die Lüfte zu verlegen. Im Januar 1932 versammelte sich diese flugbegeisterte Gruppe mit weiteren Interessierten zur Gründungsversammlung der „Segelflieger Mittelland“. Bedingt durch die folgenden Krisenjahre wurden die Aktivitäten leider stark reduziert, was zusehends den Zerfall der Gruppe „Segelflieger Mittelland“ zur Folge hatte.

 

Allen Stürmen zum Trotz, raffte sich eine verbleibende kleine Gemeinschaft auf, liquidierte die zerfallene Gruppe und gründete im zweiten Quartal des Jahres 1934 die heutige „Segelfluggruppe Olten“. Von da an ging es mit den Oltner Segelfliegern aufwärts. Fritz Glur, ein Mitglied der SGO, Pionier und Koryphäe der damaligen Zeit, entdeckte das Aufwindgebiet am Born. In diesem für den Segelflieger günstigen Aufwinden, erflog er im Jahr 1938 den bis heute ungebrochenen Dauerflugrekord von 28 Stunden und 06 Minuten.

 

Die Nachkriegsjahre waren geprägt durch ein stetiges Wachstum unserer Gruppe. Dank dem ehrenamtlichen Engagement aller Mitglieder wurde es möglich, neue Flugzeuge zu beschaffen und dank dem modernen Flugmaterial Nachwuchs zu rekrutieren. Auf diese Weise entwickelte sich die heutige Vereinsstruktur, welche Ehrenamtlichkeit und Teamfähigkeit noch heute in den Vordergrund stellt.

 

Eine einschneidende Wende musste 1978 hingenommen werden, als auf dem Flugplatz Gheid jegliche Motorflugaktivitäten verboten wurden. Als Ersatz für den bequemen Flugzeugschlepp in die Aufwindgebiete des Juras, mussten die Segelflieger mit der Seilwinde starten. Die Klinkhöhe von 250 Metern über Grund, schränkte den Segelflugbetrieb massiv ein. Erst mit der Pistenerweiterung von 1993 konnte der Aktionsradius nach dem Start verbessert werden. Bis heute profitiert davon vor allem unsere Segelflugschule, indem unsere Flugschüler das umfangreiche Ausbildungsprogramm wieder gezielt bestreiten können.

 

Das grosse Interesse an einer Segelflugausbildung in Olten beweist, dass trotz den erschwerten Bedingungen der Seilwinde, die von der Gruppe konsequent verfolgte Nachwuchsförderung ihre Früchte trägt. Unsere jungen Piloten konnten sich in den vergangenen Jahren erfolgreich an regionalen und nationalen Meisterschaften beteiligen. Mit grosser Freude blicken wir auf die Erfolge von 1996 bis 2000, wo Piloten der Segelfluggruppe Olten ohne Unterbruch Rang 1 und 2 an den Schweizermeisterschaften der Standartklasse belegten.

 

Wir von der Segelfluggruppe Olten sind stolz, als Flugplatzhalter das Oltner Flugfeld Gheid betreiben zu dürfen. Wir bemühen uns, das öffentliche Flugplatz-Restaurant und die Infrastruktur der Hangars unseren Gästen stets in einem gepflegten Rahmen präsentieren zu können. Es würde uns freuen, Sie auch später als gern gesehene Besucher begrüssen zu dürfen.




Segelfluggruppe Olten

 

Daniel Frey

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